„Reha der Zukunft“: Luxemburger Delegation besucht das Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen

Am 16. August 2021 besuchte eine Delegation aus Luxemburg die ITA (Institut für Textiltechnik of RWTH Aachen University), ein international renommiertes Institut, das der RWTH (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule) Aachen angegliedert ist. Die RWTH ist mit mehr als 47.000 Studenten die größte Universität für technische Studiengänge in Deutschland.

Die Delegation von 6 Teilnehmern und angeführt von Paulette Lenert, Ministerin für Gesundheit, CNS Präsident Christian Oberlé und Françoise Liners vom Ministerium für Wirtschaft hatten einen äußerst aufschlussreichen Austausch mit Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, Dr Thomas Gries, Institutsdirektor, sowie anderen Persönlichkeiten oder Vorständen der RWTH und verschiedenen Reha-Krankenhäusern.

Hauptthema des Treffens war die Identifizierung von grenzüberschreitenden Kooperationspotentialen für eine Medizin der Zukunft am Beispiel der Rehabilitation, einer der wichtigsten Forschungspartner für Innovationen der ITA, in folgenden Bereichen:

  • Monitoring durch Textilkleidung durch 3D-gestickte Textilelektroden oder in Textil integrierte Bewegungssensoren.
  • Softrobotik: 4D-Textilien zur Bewegungsassistenz oder smarte Schnittstellen für die Rehabilitationsrobotik.
  • Behandlungssysteme: Textilintegrierte LEDs für die Schmerz- und Wundtherapie.
  • Überwachung der Sauerstoffversorgung: Überwachung der Blutgerinnung bei der extrakorporalen Membran-Oxygenierung.

Die Teilnehmer betonten die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure aus dem Gesundheitswesen und unterstrichen das Potenzial grenzübergreifender Projekte. Aachen und Luxemburg haben eine starke europäische Kultur, in vielen Sparten wird komplementär gearbeitet und gemeinsame europäische Projekte bieten bessere Möglichkeiten, innovative Produkte schnell auf einen größeren Markt zu bringen. Über eine geteilte Vision der „Reha der Zukunft“ bietet sich die Chance die Rehabilitation zukunftsfähig und damit finanzierbar zu machen.

Die Luxemburger Delegation informierte über die Initiativen in Luxemburg bezüglich eHealth und nationaler Plattform für Datenaustausch. Ziel ist es, ein attraktives Umfeld zu schaffen um die verschiedenen Initiativen im Gesundheitsbereich zu unterstützen, für die sowohl NICTs (neue Informationen und Kommunikationstechnologien) als auch Gesundheitsdata wesentliche Bestandteile ihres Geschäftsplans sind.

Überaus wichtig dabei sind

  • eine enge Koordinierung unter der für Gesundheit, soziale Sicherheit, Wirtschaft, Digitalisierung und Forschung zuständige Ministerien zusammen mit den verschiedensten Stakeholdern des Gesundheitswesens;
  • ein konsequentes Zusammenspiel zwischen der digital eHealthdata und der nationalen Plattform für Datenaustausch;
  • eine schnelle 100% Digitalisierung des Gesundheitssektors, sowie die Ausarbeitung eines Förderungs- und Bewertungsschemas im Bereich eHealth;
  • eine intensive Zusammenarbeit mit den Ländern der Grossregion (D, F, L, B und NL) unter dem mittelfristigen Ziel, europaweite kohärente Zertifizierungsprozesse für Gesundheitsapps zu implementieren. Dabei sollte möglichst viel Erfahrung über Pilotprojekte aufgebaut werden, die auf die Dienste der nationalen Plattform für Datenaustausch, eine hochwertige Infrastruktur (unter anderem den Supercomputer MeluXina) sowie die EU-Initiative GAIA-X zurückgreifen können.

Am Ende der Visite betonten alle Teilnehmer das hohe Potenzial einer Zusammenarbeit und es wurde beschlossen, in kurzer Zeit konkrete Pilotprojekte umzusetzen, damit beide Partner sehr schnell über einen effizienten und unbürokratischen grenzüberschreitenden Kooperationsrahmen gemeinsame Projekte unter dem Thema „Reha der Zukunft“ abwickeln können.

 

Communiqué par : ministère de la Sécurité sociale / ministère de l’Économie / ministère de la Santé
  • Dernière modification le 16-08-2021